Heiraten in Corona Zeiten – Was ist in welchem Bundesland erlaubt?

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Für ein Liebespaar ist er wohl der schönste Tag im Leben- der Hochzeitstag. Sie haben sich Monatelang auf die Heirat gefreut, alles arrangiert- oder möchten vielleicht sogar einfach spontan heiraten? Normalerweise alles kein Problem, wenn nicht seit Monaten eine Pandemie die Welt in Atem halten würde. Überall herrschen Masken, Abstand und/oder Lockdown. Selbstverständlich stellt sich Ihnen da die Frage: inwieweit passen Corona und meine Hochzeit zusammen? Mit wie vielen Gästen darf ich feiern und wie sieht die Trauung überhaupt aus? Diese Fragen versucht der nachfolgende Text einigermaßen verständlich zu beantworten.

Jedes Bundesland macht seine eigenen Regeln

Wenn Sie Ihre Heirat oder Hochzeitsfeier planen, ist es wichtig zu wissen, dass hier bundesweit keine einheitliche Regelung gilt- sicher ist nur, dass Großveranstaltungen auf Bundesebene bis Ende 2020 verboten bleiben. Da Sie aber mit Sicherheit keine Feier der Superlative eines Konzerts abhalten wollen, müssen Sie sich nach den Regeln richten, die Ihnen Ihr Jeweiliges Bundesland vorgibt. Die Regelungen können dahingehend unterschiedlich ausfallen. Generell gilt, dass kleine Feiern in jedem Bundesland erlaubt sind. Abweichungen entstehen nur bei der erlaubten Teilnehmerzahl. Ziel ist es, dass Infektionsrisiko mit Covid-19 relativ gering zu halten und so genannte „Hot Spots“ oder „Superspreader“ unbedingt zu vermeiden.

Die einzelnen Bundesländer im Überblick

1. Baden-Württemberg: bis zu 20 Personen können bedenkenlos feiern, ohne sich an Abstandsregelungen etc. halten zu müssen. Dies gilt sowohl draußen als auch in privaten oder gemieteten Räumen. Ab 20 Personen, vor allem, wenn Freunde eingeladen werden, müssen die Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Zudem müssen Sie sicherstellen, dass alle Gäste in schriftlicher Form ihre Daten hinterlassen. Bei mehr als 100 Gästen müssen Sie ein schriftliches Hygienekonzept vorlegen. Tanzen und Buffet sind bei privaten Feiern erlaubt.

2. Bayern: hier dürfen 100 Personen in geschlossenen und 200 Personen an der frischen Luft feiern, ohne, dass Sie ein besonderes Konzept vorlegen müssen. Auch Tanzen ist hier erlaubt.

3. Berlin: bei über 20 Personen müssen Sie dafür sorgen, dass die Daten aufgenommen werden. Draußen dürfen mehr Personen feiern, hier ist jedoch auf Abstand, bzw. Mund-Nasen-Schutz zu achten. In geschlossenen Räumen ist Tanzen verboten.

4. Brandenburg: hier müssen Sie ggf. ein Hygienekonzept vorlegen, Feiern mit bis zu 1000 Personen sind dann erlaubt. In geschlossenen Räumen muss eine regelmäßige Lüftung sichergestellt werden. Auch die Kontakte müssen nachvollziehbar sein, ein MNS muss nicht getragen werden.

5. Bremen: bis zu 250 Personen sind in geschlossenen Räumen erlaubt, allerdings muss sowohl der Mindestabstand gewahrt werden. Sie müssen zudem die Namen/Adressen Ihrer Gäste aufbewahren, im eigenen Garten oder der Wohnung können Sie im kleinen Kreis bedenkenlos feiern, allerdings sollten Sie auf regelmäßigen Luftaustausch achten.

6. Hamburg: bis zu 25 Personen können Sie bedenkenlos einladen, ab dieser Zahl müssen Kontakte nachvollziehbar sein, in geschlossenen Räumen können Sie 100 Leute unterbringen. Wird die Zahl überschritten, müssen feste Platzvorgaben bzw. ein Hygienekonzept ausgearbeitet werden. Wird Alkohol ausgeschenkt, verringert sich die erlaubte Anzahl. Zudem darf nicht getanzt oder Buffet angeboten werden. Spielt eine Live-Band, muss der Abstand zur Bühne mindestens 2,50 Meter betragen.

7. Hessen: bei kleinen Zusammenkünften muss nichts beachtet werden, bei einer größeren Feier mit bis zu 250 Personen muss die Kontaktverfolgung sichergestellt sein. Zudem müssen Sie ggf. dafür sorgen, dass es Desinfektionsmöglichkeiten gibt und zum Beispiel Türklinken regelmäßig gesäubert werden. Umarmungen etc. sollten vermieden werden und der Abstand von 1,5 Meter ist einzuhalten.

8. Mecklenburg-Vorpommern: 50 bzw. 75 Personen dürfen bei einer Heirat mitfeiern, auch in gemieteten Räumen, Tanzen und Buffet sind gestattet, der Mindestabstand muss jedoch eingehalten werden.

9. Niedersachsen: bei der Hochzeitsfeier dürfen bis zu 50 Menschen feiern, selbst bei der Trauung. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Gäste einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Feiern Sie in einem Restaurant, müssen alle 50 Gäste einen zugewiesenen Sitzplatz haben, Kontakte müssen nachvollziehbar sein und der Abstand zwischen den Tischen muss 2 Meter betragen. Auch Buffets sind nicht erlaubt.

10. NRW: bis zu 150 Leute dürfen bei Ihnen mitfeiern, wenn Sie die Kontaktverfolgung sicherstellen. Masken oder Abstandsgebote gelten hier nicht, auch Tanzen ist erlaubt.

11. Rheinland-Pfalz: bis zu 75 Leute dürfen mitfeiern. Allerdings muss im Vorfeld genau geregelt sein, wer kommt, sprich eine Gästeliste muss erstellt werden. Der Mindestabstand wird dennoch empfohlen, eine MNS-Pflicht besteht nicht.

12. Saarland: bis zu 20 Personen und mehr sind möglich, wenn diese aus Ihrem familiären Umfeld stammen. Nehmen noch Freunde oder andere Gäste teil, müssen Sie die Feier ab 20 Personen der Ortspolizeibehörde melden.

13. Sachsen: Im Garten oder der Wohnung gilt keine Teilnehmerbegrenzung. In anderen Räumen, die gemietet sind, dürfen Sie bis zu 100 Gäste einladen. Buffet und Tanzen sind erlaubt, wenn regelmäßig gelüftet wird.

14. Sachsen-Anhalt: bis zu 50 Personen können Sie bedenkenlos einladen, bei über 50 Personen muss sowohl der Mindestabstand als auch die regelmäßige Desinfektion der Hände etc. sichergestellt sein. Tanzen ist erlaubt, allerdings sollten nicht zu viele Personen gleichzeitig tanzen.

15. Schleswig-Holstein: in geschlossenen Räumen dürfen Sie 50 Gäste einladen, wird die Zahl überstiegen, müssen Sie für festgelegte Sitzplätze sorgen. Auch die Kontaktdaten Ihrer Gäste müssen Sie erfassen. Möchten Sie draußen feiern, sind sogar bis zu 150 Personen erlaubt.

16. Thüringen: in geschlossenen Räumen dürfen Sie mit 50 Gästen feiern, unter freiem Himmel mit bis zu 100 Gästen. Die Feierlichkeit muss allerdings mindestens zwei Tage vorher beim zuständigen Landkreis oder in Ihrer kreisfreien Stadt von Ihnen angemeldet werden. Sie sind zudem für die Kontaktverfolgung und ein entsprechendes Hygienkonzept/Abstandhaltung verantwortlich.

Autorin: ShugAvery Hochzeiterie

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