Trends vs. Traditionen – Part 2

2
couple 2603716 1280 1024x682 1 - Trends vs. Traditionen – Part 2

Vor kurzem habe ich euch einen kleinen Einblick in das Thema Trends vs. Traditionen gegeben und wie man den perfekten Bogen zwischen beiden spannen kann. Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen, in dem ich drei traditionelle Bräuche mit den neusten Trends oder individuellen Ideen gegenübergestellt habe.

Wer kennt schließlich diese typischen Hochzeitsbräuche nicht, wie den Brautstrauß werfen, das Baumstammsägen, die Braut über die Schwelle tragen oder Heiraten in Weiß?

Doch das sollen nicht alle Bräuche sein, denen man neuste Trends gegenüberstellen kann. Nein, denn es gibt noch weit mehr, die sich an neuen Traditionen erfreuen.

Wenn man sich jedoch dazu entschlossen hat, den ein oder anderen Brauch zu integrieren, dann ist es wichtig, diese mit den neuen Trends zu vereinbaren und den perfekten Bogen zwischen beiden zu spannen.

Ich möchte mich in meinem zweiten Beitrag zu diesem Thema hier gern auf weitere drei ausgewählte Bräuche beziehen und euch kurz die alte Tradition mit neuen Inspirationen & Trends gegenüberstellen.

Die klassische Hochzeitstorte & das gemeinsame Anschneiden

Eines der wichtigsten Rituale ist das Anschneiden der Hochzeitstorte, was vom Paar gemeinsam zelebriert wird. Das Anschneiden und Aufteilen der Torte wird als wunderbare Geste von Liebe und Verbindung verstanden. Dabei sagt man hier oft, dass der Partner, der die Hand beim Anschneiden der Torte oben hat, auch später in der Ehe die Hosen anhaben wird.

Aber warum nicht mal etwas Neues daraus machen?
Es muss nicht immer die klassische Hochzeitstorte sein, die als Highlight um Mitternacht von dem Brautpaar angeschnitten wird.

Gestaltet das ganze doch etwas individueller und schneidet die Torte schon zum Kaffee an. So haben auch alle Gäste was davon. Um Mitternacht sind vielleicht nicht mehr alle da und man muss sich ja auch nicht immer strickt an alle alten Traditionen halten, sondern kann sie verändern, so wie es einem beliebt.

Candy Bars, Donuts oder Cupcakes

 Als die etwas andere Alternative zur Hochzeitstorte

Nicht jeder legt einen großen Wert auf eine klassische Hochzeitstorte – hier kann sich auch eine andere süße Alternative ausgedacht werden – die garantiert für die Gäste eine Überraschung sein wird.

Angesagt sind zum Beispiel momentan auf jeden Fall die sogenannten Candy Bars – hier können sich die Gäste bedienen so viel sie wollen. Um das ganze natürlich ansprechend zu gestalten, werden die unterschiedlichsten Süßigkeiten, aber auch andere süße Gebäcke, wie Cupcakes oder Cakepops, entsprechend dekoriert.

Aber wieso nicht auch mal ein Buffet aus Gugelhupfen oder Mini-Donuts anrichten? Auch diese süßen Sachen können in Tortenform drapiert werden und jeder Gast kann sich bedienen. Gerade wenn eine entspannte Hochzeit geplant ist, sind die kleineren Buffets in Form von kleinen Torten total gefragt.

Aber das wohl einfachste sind wohl Cupcakes – als neue moderne Hochzeitstote. Hier setzt man auf eine Vielzahl von kleinen Tassenküchlein, statt einer klassischen, mehrstöckigen Hochzeitstorte. Völlig frei und unkompliziert können sich die Gäste hier den Bauch voll schlagen. Vor allem kann man hier die verschiedenen Geschmäcker der Gäste bedienen und das Beste ist, man kann sie super schnell selbst backen. Und bei der Dekoration sind euch keine Grenzen gesetzt.

Wollt ihr Cupcakes schön dekorieren, dann besorgt euch eine schöne Etagere.
Und wenn ihr dann doch nicht komplett auf die Tradition des gemeinsamen Anschneidens der Torte verzichten wollt, dann könnt ihr immer noch auf die obere Etage ein Mini-Törtchen setzen, welches ihr dann gemeinsam anschneiden könnt.

Hochzeitstauben fliegen lassen

Dieser Brauch wird sehr gern von Brautpaaren in Anspruch genommen – denn er symbolisiert: Treue, Glück und wird als Liebessymbol angesehen. Die Tradition, Hochzeitstauben fliegen zu lassen, findet meistens unmittelbar nach der Trauung statt. Hier lässt das Brautpaar gemeinsam ein Taubenpaar fliegen, begleitet von einem Festredner – durch ein paar persönliche Worte oder ein Gedicht.

Ballons steigen lassen

Mit der Zeit wurden jedoch die Hochzeitstauben von den Ballons abgelöst.

Um das ganze etwas moderner zu gestalten, lässt das Brautpaar gern nach dem Sektempfang gemeinsam mit der Hochzeitsgesellschaft Ballons steigen – was sich mit der Zeit zu einem Trend entwickelt hat. Je nachdem, wo der Sektempfang stattfindet, kann das vor dem Standesamt oder im Garten der Location sein. Dieser Trend ist fast genauso schön, wie das fliegen lassen von Hochzeitstauben. Wählt hier gern rote oder weiße Ballons aus – ob herzförmig oder eine andere Form eurer Wahl. Befestigen tut man an diese Ballons oft Glückwunschkarten für das Brautpaar – mit Angabe der Adresse des Paares. Hier gibt es verschiedene Arten von Glückwunschkarten. Auf diesen Karten stehen meistens die Namen der Gäste mit den Gefälligkeiten oder Wünschen für das Paar. Jeder Gast bekommt oft mehrere Ballons, die man dann gemeinsam in die Luft steigen lässt. Ziel ist es, dass die Finder dieser Karten, diese dem Brautpaar zurücksenden. So, dass das Brautpaar die Möglichkeit hat, die verschiedenen Wünsche lesen und die Gefälligkeiten entgegennehmen zu können.

Die Brautjungfern früher & heute

Die Brautjungfern sind heute, oft neben der Trauzeugin, die wichtigsten Personen für die Braut, die ihre Unterstützung bei der Hochzeitsplanung jederzeit anbieten. Dabei sollten sie nicht verheiratet sein und ein gutes Verhältnis zur Braut haben – meistens sind sie sogar selbst mit der Braut oder dem Bräutigam verwandt. Brautjungfern erscheinen meist in gleichfarbigen Kleidern zur Hochzeit – bis heute soll dieser Brauch einen guten Zusammenhalt symbolisieren. Früher übernahmen junge Frauen, die noch nicht verheiratet waren, diese Aufgabe. Sie liefen vor der Braut, um die bösen Geister von ihr abzulenken. Daher waren die Brautjungfern meist ähnlich wie die Braut gekleidet, um die Geister zu verwirren. Brautjungfern boten der Braut Schutz vor den heidnischen und spirituellen Gefahren.

Doch ist das heute noch immer so? Nein, heute haben Brautjungfern wohl eine andere Funktion.
Gerade bei größeren und traditionellen Hochzeiten begleiten Brautjungfern die Braut. Jedoch ist die Tradition der Brautjungfern heute nicht mehr so lebendig wie früher.

Heute ist eine Brautjungfer zu sein, aufregend und was ganz Besonderes. Aber vor allem ist es eine große Ehre. Denn die Brautjungfern haben gegenüber der Braut besondere Pflichten. Sie helfen bei den Vorbereitungen und sind für das Erscheinungsbild der Braut am Hochzeitstag zuständig. Brautjungfern umsorgen die Braut, nehmen ihr die Panik und sehr viel Arbeit ab.

Die Braut wählt dabei ihre Brautjungfern selbst aus. Wenn sie ihre Brautjungfern ernennt, schenkt sie diesen meist eine Kleinigkeit, die sehr persönlich ist. Brautjungfern zur Hochzeit sollte man daher nicht als selbstverständlich ansehen – für die meisten ist es eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung, von der Braut ausgewählt zu werden. Heutzutage wünscht sich jede Braut ihre eigenen Brautjungfern – und das nicht nur als schmückendes Beiwerk.
In der Regel hat eine Braut drei oder vier Brautjungfern. Aber auch zwei reichen völlig. Nur die Anzahl von acht sollte nicht überschritten werden. Denn auch wenn es bekanntlich heißt: „Viele Hände, schnelles Ende“, könnte es irgendwann zu Chaos führen, je mehr Brautjungfern ihr auswählt. Vor allem aber sollte es sich bei den Brautjungfern um die engsten Freundinnen oder Verwandten handeln – Mädels denen ihr alles anvertrauen und auf dir ihr euch verlassen könnt.

Ihr seht, Brautjungfern haben eine viel größere Bedeutung, als nur die bösen Geister von der Braut abzulenken.

Natürlich gibt es noch viele weitere Bräuche oder neue Trends, die sich aus den alten Traditionen herausgebildet haben. Vielleicht zelebriert ihr aber auch euren eigenen ganz persönlichen Brauch – das bleibt euch selbst überlassen.
Viel Spaß dabei!

Autorin: Nathalie Stäber

Visited 186 times, 3 Visits today

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Danke für dein Beitrag! Ich finde es auch schwierig aber sehr spannend, den Bogen zwischen Trends und Traditionen zu spannen. Bei uns sind Trauringe ein Thema, weil wir beide viel mit unseren Händen arbeiten und sie leicht verlieren könnten. Mal schauen, welche Lösung wir da finden… 🙂

Nathalie Staeber
Nathalie Staeber
6. Dezember 2017 8:35

Hallo cinno65, vielen Dank für deinen Kommentar. Eine Freundin von mir hatte dieses „Problemchen“ auch. Sie und ihr Mann haben sich eine Kette gekauft, an welchen sie den Ring jeweils gehangen haben. Auch eine schöne Idee, finde ich. Letztendlich tragt ihr den Ring ja dann bei euch – ob nun um den Hals oder am Finger 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.