Wie viel wisst Ihr eigentlich über die gleichgeschlechtliche Ehe?

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Wir leben in einer Zeit, in der jeder so glücklich werden darf, wie er das möchte. Gerne auch in einer gleichgeschlechtlichen Ehe. Doch was weißt Du eigentlich genau über das Thema?

 
Hättest Du es gewusst?

Seit dem 1. Oktober 2017 ist es möglich, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten. Das Datum fiel damals auf einen Sonntag, so dass in einigen Städten die Standesämter selbst an diesem Tag geöffnet hatten. Die erste Ehe unter gleichgeschlechtlichen Paaren wurde damals in Berlin geschlossen. Inzwischen wird jede 14. Ehe von einem gleichgeschlechtlichen Paaren vollzogen. Somit handelt es sich nicht mehr um ein novum, sondern ist inzwischen völlig normal geworden, dass jeder sein Leben so lebt, wie er das gerne möchte.

Das sind die rechtlichen Grundlagen

Eine Begründung, warum eine gleichgeschlechtliche Ehe vollzogen beziehungsweise Lebenspartnerschaft eingetragen werden soll, gibt es nicht mehr. Jeder darf sich so binden, wie er das möchte. Alle eingetragenen Lebenspartnerschaften, die bis zum 30.09 2017 angemeldet wurden, bleiben selbstverständlich bestehen. Es muss kein weiterer Antrag vorgenommen werden. Eine Umwandlung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine gleichgeschlechtiliche Ehe ist zudem möglich. Hierfür muss lediglich ein entsprechender Antrag beim zuständigen Standesamt gestellt werden. Welche Unterlagen dafür notwendig sind, kannst Du beim Standesamt erfragen. Hier gelten mitunter unterschiedliche Regelungen.

Die Kosten für eine Eheschließung können unterschiedlich je nach Gemeinde ausfallen. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Satzungen, in denen die Kosten und Gebühren enthalten sind. Erkundige dich dort deshalb nach den geltenden Regelungen.

Die generelle Beantragung einer Umwandlung von einer eingetragenen Lebenspartnerschaft in eine Ehe ist immer gebührenfrei möglich. Gebühren fallen nur dann an, wenn Urkunden ausgestellt werden müssen oder wenn eine Durchführung von einer Zeremonie geplant wird. Hier gelten die gleichen Gebühren wie bei jeder anderen Eheschließung auch.

Wie sieht es mit der Steuer aus?

Ehepaare können die Steuerklasse frei wählen, wenn sie verheiratet sind. Beim gleichgeschlechtlichen Paar gilt wie bei jedem anderen Paar ab dem Monat der Eheschließung automatisch für beide Ehepartner die Steuerklasse 4. Diese Steuerklasse ist dann besonders gut geeignet, wenn beide Partner etwa gleich viel verdienen. Damit ergeben sich steuerliche Vorteile, die auch andere Ehepaare in Anspruch nehmen können.

Ist das Einkommen unterschiedlich, können die Steuerklassen entsprechend anders gewählt werden. Allerdings muss hier gut gerechnet werden, damit am Ende auch wirklich ein Vorteil entsteht. Die gesetzlichen Regelungen dazu sind bei allen Ehepaaren gleich.

Zudem ist es homosexuellen Partnern erlaubt, gemeinsam Kinder zu adoptieren. Auch das Unterhaltsrecht ist angepasst worden. Trennen sich die beiden Partner, haben sie die gleichen Regeln für den Kindesunterhalt wie andere getrennte Paare auch. Außerdem gibt es die Regelung, dass eine Stiefkindadoption zugelassen ist. Das bedeutet, dass ein Lebenspartner ein leibliches Kind mit in die Ehe bringen kann und dieses Kind vom anderen Partner adoptiert werden darf.

Zudem sind Möglichkeiten geschaffen worden, dass der Lebenspartner in der Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt werden kann. Die Erbschaftssteuer und das Ehegattensplitting wurden angepasst. Somit haben homosexuelle Paare die gleichen Rechte wie alle anderen Eheleute auch.

Alles ist auf einem guten Weg

Es ist nichts außergewöhnliches mehr, dass homosexuelle Paare heiraten. Und das ist auch richtig so. Denn jeder sollte sein Leben so leben dürfen, wie er das gerne möchte. Und wenn er seinen Lebenspartner durch eine Hochzeit noch enger an sich binden will, dann muss das auch zu den gleichen Bedingungen möglich sein, wie es bei traditionellen Ehepaaren der Fall ist.

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